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04.09.2017 Montag Steigende Ertrinkungszahlen und abnehmende Schwimmfähigkeit - eine lebensgefährliche Kombination!

Empfang des DLRG LV Hessen e. V. am 03.09.2017 gut besucht

Traditionell am ersten Septembersonntag konnten LV-Präsident Thorsten Reus und der Landesjugendvorsitzende Fabian Hubert viele (Ehren-)Gäste in der Schulungsstätte Hessen-Süd des DLRG LV Hessen in Wiesbaden-Biebrich empfangen, unter ihnen der Staatssekretär im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, Werner Koch, die Landtagsabgeordneten Kerstin Geis (SPD) und Horst Klee (CDU). Fabian Hubert machte in einem gewohnt lockeren, aber umso inhaltsreicheren Vortrag deutlich, dass Ausbildung und Einsatz eines Rettungsschwimmers im Wasserrettungsdienst der (hessischen) DLRG nur wenig mit den Klischees der Baywatch-Darsteller der damaligen Erfolgsserie und dem aktuellen Kinostreifen gemein haben. Vielmehr bedarf es ständiger Motivation junger Menschen, sich ehrenamtlich dieser gesellschaftlich wichtigen Aufgabe zu stellen.

"Über zwanzig Jahre ist es her, dass wir in Deutschland die traurige Zahl von 536 Ertrinkungstoten zu beklagen hatten“, erklärte LV-Präsident Thorsten Reus anschließend. 2016 sind mit 36 Personen in Hessen (Vorjahr: 24) die meisten Menschen in Binnenseen und Flüssen ertrunken, die wenigsten in den Schwimmbädern. Mit einem Anteil von fast 50 Prozent sei die Altersgruppe „50 Jahre und älter“ seit einigen Jahren stark repräsentiert. Alarmierend sei dabei die gleichzeitige Abnahme der Schwimmfähigkeit. Eine von der DLRG beauftragte aktuelle FORSA-Umfrage ergab (wie in den Vorjahren), dass nur 4 von 10 Kindern nach dem Verlassen der Grundschule sichere Schwimmer seien. Die DLRG Hessen begegnet diesen beiden lebensgefährlichen Entwicklungen mit Aufklärung, Ausbildung und Einsatz. Während vor allem die Medienarbeit und der DLRG-NIVEA-Kindergartentag Gefahren aufzeige, wurden mit 11.500 Teilnehmern an Anfängerschwimmangeboten und 4.000 Freischwimmern in der Ausbildung in den 200 örtlichen hessischen DLRG-Gliederungen wichtige Grundlagen gelegt. Auch für die 6.800 Rettungsschwimmprüfungen, viele dieser Teilnehmer begeisterten sich auch für die weitere DLRG-Arbeit, seien jedoch erreichbare, nutzbare und bezahlbare Schwimmbäder Bedingung, wies Reus beispielhaft auf die aktuellen Diskussionen um das ESWE-Bad in Wiesbaden oder das Rheingau-Bad hin.

Der Leiter Einsatz, Michael Hohmann, setzte hier noch fort. Auch die im vergangenen Jahr 133.000 ehrenamtlichen Wachstunden an den 94 hessischen Wasserrettungsstationen und vor allem der hohe Einsatzwert unserer Helferinnen und Helfer im hessischen Katastrophenschutz seien das Ergebnis regelmäßiger und intensiver Arbeit der Grundlagenarbeit in unseren Bädern. Deshalb wird die Bädererhaltung auch weiterhin sehr deutlich im Fokus der hessischen DLRG stehen. Nur so könne die DLRG der verlässliche Partner für die politischen Gremien, insbesondere die Hessische Landesregierung, bleiben und die wichtigen Aufgaben in Bevölkerungs- und Katastrophenschutz erfüllen.

Staatssekretär Werner Koch bedankte sich im Namen des Ministerpräsidenten Volker Bouffier, Innenminister Peter Beuth und ganz persönlich bei den vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der hessischen DLRG für ihren großen Einsatz und bei den Verantwortlichen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Auch die Landesregierung freue sich, dass die im vergangenen Jahr begonnenen Planung für neun Gerätewagen-Tauchen für die Erweiterten Wasserrettungsgruppen nach einer intensiven Entwicklung nun bestellt und in den nächsten Monaten zur Auslieferung kommen können. Auch im Zusammenspiel mit den anderen Hilfsorganisationen und den Feuerwehren sei die hessische DLRG eine feste Größe. Natürlich sei auch der Landesregierung die Bäderproblematik stets präsent.

Nach ihrem Dank für die geleistete Arbeit der DLRG stellte auch die Wiesbadener Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel die Notwendigkeit des ESWE-Bades und aller anderen Bäder heraus und versprach weiterhin das Engagement der Verantwortlichen um die Sicherung des Bäderangebotes. Dies begrüßte auch der Vizepräsident des Landessportbundes Hessen, Helmut Meister, bevor Jürgen Christmann als Vizepräsident des hessischen DRK die gute Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen untereinander, aber auch mit der Landesregierung lobte.

Die Unterzeichnung der Kooperation zwischen der DLRG Hessen und der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung sowie die Verleihung des Willibald-Görg-Preises 2017 waren weitere wichtige Programmpunkte, bevor der Empfang mit einem Besuch des Tages der offenen Tür der DLRG Kreisgruppe Wiesbaden-Biebrich-Amöneburg ausklang.

Kategorie(n)
Allgemein

Von: Geschäftsstelle

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